Um sich für das Alter finanziell abzusichern und auch im Ruhestand genügend Geld zur Verfügung zu haben, verfügen viele Schweizerinnen und Schweizer über eine private Altersvorsorge. Manche beginnen sehr früh, während andere erst spät anfangen, etwas für den Ruhestand beiseite zu legen.
Doch wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt, um mit der Altersvorsorge zu beginnen? Eine pauschale Antwort auf diese Frage lässt sich zunächst nicht geben, da dies von verschiedenen Faktoren abhängt. Versicherung-Schweiz hat aber für Sie recherchiert und zusammengefasst, wie Sie den besten Zeitpunkt für den Start Ihrer persönlichen Vorsorge herausfinden.
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Private Altersvorsorge: Verschiedene Produkte für verschiedene Bedürfnisse
Bei der privaten Altersvorsorge gibt es viele verschiedene Produkte, die unterschiedliche Bedürfnisse abdecken. Möglich ist eine steuerbegünstigte Lebensversicherung in Säule 3a ebenso wie die unterschiedlichen Anlageprodukte in Säule 3b. Zunächst sollten Sie sich bewusst machen, welche Anlageform am besten zu Ihrer Lebenssituation passt und welche Bedingungen diese erfüllen soll. Zudem sollten Sie berechnen, wie hoch Ihre Altersvorsorge am Ende ausfallen soll. Mithilfe dieser Faktoren können Sie bestimmen, wann der beste Zeitpunkt für den Beginn der gewählten Vorsorge ist
Beginn der Altersvorsorge: Abhängig von verschiedenen Faktoren
Wann Sie mit Ihrer persönlichen Vorsorge beginnen, ist in erster Linie abhängig von dem finanziellen Bedarf, den Sie im Alter haben werden und Ihrem aktuellen finanziellen Spielraum. Auch die Bedingungen der Geldanlage selbst spielen dabei eine Rolle, je nach Laufzeit der Anlage, möglichen Risiken und erwarteter Rendite sollten Sie entscheiden, wann der beste Zeitpunkt für den Beginn Ihrer Altersvorsorge ist.
Gewünschte Sparsumme
Der wichtigste Punkt bei der Frage, wann Sie mit der Altersvorsorge beginnen sollten, ist sicherlich das gewünschte und benötigte Einkommen im Alter. Hier sollten Sie eine Analyse Ihrer bisherigen Einkommens-Biografie vornehmen und zunächst berechnen, wie viel Rente von staatlicher Seite Ihnen bei gleichbleibendem Einkommen zur Verfügung stehen würde. Darauf basierend können Sie herausfinden, welche Lücke Sie im Alter schliessen müssen, um den bisherigen Lebensstandard beizubehalten. Denken Sie dabei auch unbedingt an eventuelle Steuern und andere Abgaben. Mit diesen Angaben können Sie nun selbst berechnen, welche Summe Sie im Alter mindestens benötigen und wie viel Sie dafür jährlich mindestens aufbringen müssten.
Laufzeit der Anlage
Ein wichtiger Faktor, um die Altersvorsorge zu berechnen, ist die Laufzeit der Geldanlage. Sofern Sie ein Produkt mit einer festen Laufzeit wählen, sollten Sie berechnen, wie hoch Ihr Guthaben am Ende der Laufzeit sein wird. Je höher das Guthaben ausfallen soll, desto länger muss die Laufzeit sein. Sind Sie mit der errechneten Summe nicht zufrieden, sollten Sie ein Produkt mit einer längeren Laufzeit wählen oder die Höhe der Einzahlung(en) verändern.
Höhe der Einzahlungen
Mindestens genauso wichtig wie die Laufzeit eines Produkts ist die Höhe und die Art der Einzahlungen. Je mehr Sie einzahlen können, desto weniger Zeit benötigen Sie, um die gewünschte Summe zu erreichen. Sie sollten also errechnen, wie viel Sie im Jahr für Ihre Altersvorsorge aufbringen können, daraus können Sie ableiten, wie lange Sie brauchen werden, um Ihr Ziel zu erreichen. Alternativ können Sie auch eine Geldanlage mit einer Einmalzahlung zu Beginn wählen – hier sollten Sie darauf achten, dass diese Einmalzahlung eine entsprechende Höhe hat.
Zusätzlich sollten Sie aber auch die Rendite berücksichtigen: Je länger das Kapital angelegt ist, desto mehr Rendite können Sie in der Regel erzielen. Unter Umständen lohnt es sich also durchaus, ein paar Jahre früher zu beginnen und so zum selbst angesparten Kapital noch eine gute Rendite zu erhalten.
Die Planung der eigenen Altersvorsorge sollte immer einen gewissen Puffer für unvorhergesehene Dinge beinhalten, sodass Sie auch gegen Risiken abgesichert sind. Planen Sie finanzielle Notlagen ebenso ein wie eine möglicherweise negative Entwicklung am Kapitalmarkt. Bei Produkten, die direkt vom Finanzmarkt abhängen, sollten Sie immer die geringste mögliche Rendite als Richtwert nehmen, um bei der Auszahlung keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Bekommen Sie am Ende dann mehr heraus als erwartet, können Sie sich im Alter noch den ein oder anderen Wunsch erfüllen.
Für Berufsanfänger: Auch kleine Summen lohnen sich
Viele Berufsanfänger warten mit der Altersvorsorge, da sie das Gefühl haben, mit ihrem zunächst geringen Einkommen kein nennenswertes Vermögen bilden zu können. Dies ist jedoch nicht immer richtig, da auch kleinere Beträge sich über die Jahre rechnen können. Schon 50 Franken im Monat können zu einer ordentlichen Summe anwachsen, wenn man früh mit dem Sparen beginnt. Auch die steuerlichen Begünstigungen und mögliche Zinsen können dazu führen, dass sich schon eine kleine Altersvorsorge lohnt.
Im Zweifel ist eine kleine Altersvorsorge immer besser als keine Altersvorsorge, zumal man diese mit steigendem Alter und höherem Einkommen zu einem späteren Zeitpunkt erweitern oder auch durch ein anderes Produkt ergänzen kan
Unser Fazit
Ob und wann man mit der privaten Altersvorsorge beginnen sollte, ist eine komplexe Frage, die von vielen individuellen Faktoren abhängig ist. Wichtig bei der Planung ist, einen Zeitpunkt zu wählen, der Ihnen genügend Zeit lässt, Ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Je geringer Ihr Einkommen ist, desto früher sollten Sie mit der Altersvorsorge beginnen. So kann es auch mit einem geringen Einkommen gelingen, eine ausreichende Vorsorge für den Ruhestand zu bilden.
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Weitere Links und Quellen zu diesem Beitrag
- www.dia-vorsorge.de – Schweizer Vorsorgesystem: Private Säule im Aufwind
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