Mit einer Todesfallversicherung können Sie Ihre Familie, Ihren Lebenspartner und auch Geschäftspartner für den Fall Ihres unerwarteten Todes finanziell absichern. Besonders in Familien mit nur einem Einkommen oder in Start-Ups, die noch keinen Gewinn erwirtschaften, ist eine Todesfallversicherung eine häufig gewählte und sinnvolle Variante der Absicherung. Bei der Berechnung der Prämie spielen allerdings verschiedene Faktoren eine Rolle, zu den wichtigsten gehört neben Ihrem Alter, Ihrem Wohnort und der Laufzeit der Versicherung auch Ihr aktueller Gesundheitszustand. Diesen möchte aber nicht jeder preisgeben, und mancher fürchtet aufgrund schlechter Gesundheit eine unbezahlbare Prämie.
Mit welchen Fragen Sie beim Abschluss einer Todesfallversicherung rechnen müssen und ob es auch ohne Gesundheitsfragen geht, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Finden Sie jetzt die Todesfallversicherung, die wirklich zu Ihnen passt.
Jetzt persönliches Angebot für Schweizer Todesfallversicherungen 2025 gratis anfordern
Deshalb ist Ihr Gesundheitszustand wichtig
Eine Todesfallversicherung zahlt dann Geld aus, wenn Sie infolge einer Krankheit oder eines Unfalls versterben. Aus diesem Grund ist es für die Versicherung wichtig, das individuelle Risiko einer Person zu ermitteln, das für eine Erkrankung oder einen Unfall besteht. Je höher dieses Risiko ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass der versicherte Fall eintritt. Dies spiegelt sich dann in der Prämie wieder, die Sie für die Versicherung bezahlen müssen.
Höhere gesundheitliche Risiken führen dementsprechend zu einer höheren Prämie, so zahlen beispielsweise Personen mit Übergewicht, Raucherinnen und Raucher und Erwerbstätige in körperlich riskanten Berufen im Durchschnitt mehr für eine Todesfallversicherung. Auch riskante Freizeitbeschäftigungen mit einem hohen Unfallrisiko haben Einfluss auf die Höhe der Prämie.
Finden Sie jetzt Ihre Todesfallversicherung
Jeder Versicherer stellt Gesundheitsfragen
Eine Zeit lang war es bei den Versicherern Trend, Todesfallversicherungen ohne Gesundheitsfragen anzubieten. Dies hat sich allerdings nicht gelohnt, da die Prämien durch diese Form effektiv für alle Versicherten teurer wurden. Aktuell gibt es deshalb keine Todesfallversicherung am Markt, die beim Abschluss ohne Gesundheitsfragen auskommt. Lediglich der Umfang und die Art der gestellten Fragen können sich von einem Anbieter zum anderen unterscheiden.
Auch wenn es verlockend erscheint, die ein oder andere ungesunde Gewohnheit oder eine Diagnose aus der Kindheit zu verschweigen, sollten Sie dies unbedingt vermeiden. Denn die eventuelle Ersparnis steht in keinem Verhältnis zu den Konsequenzen, die daraus resultieren, wenn man bei der Gesundheitsprüfung nicht ehrlich ist: Stellt sich nach Ihrem Tod heraus, dass Sie etwas verschwiegen haben, kann die Versicherung die Auszahlung rechtmässig verweigern – sogar dann, wenn die verschwiegene Information nichts mit Ihrem Versterben zu tun hatte.
Grosse Unterschiede bei den Prämien
Beim Vergleich der verschiedenen Anbieter wurde in der Vergangenheit immer wieder festgestellt, dass sich die Prämien bei den einzelnen Versicherern auch bei vergleichbarem Gesundheitszustand deutlich unterscheiden können, mitunter wurden Unterschiede von über 50% festgestellt. Deshalb sollten Sie unbedingt die Preise der verschiedenen Versicherungen miteinander vergleichen, auch wenn Sie mit Vorerkrankungen in die Versicherung gehen. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Ihnen die ersten Angebote zu kostspielig erscheinen, vielleicht kann Ihnen eine andere Versicherung ein deutlich besseres Angebot machen.
Wann die Versicherung eine ärztliche Untersuchung verlangt
Neben einigen Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand kann es auch vorkommen, dass die Versicherung Sie für verschiedene Untersuchungen zum Arzt schickt, beispielsweise für eine Blut-Untersuchung oder ein EKG. Dies ist meist dann der Fall, wenn die Versicherung über eine besonders hohe Summe abgeschlossen werden soll oder es sich um einen Premium-Tarif handelt, der besondere Leistungen beinhaltet.
Wie intensiv Ihre Gesundheit vor dem Abschluss der Versicherung begutachtet wird, ist in der Regel von der Höhe der Versicherungssumme abhängig. Allerdings gibt es hier markante Unterschiede: Während manche Anbieter ab einer Summe von 250 000 Franken zusätzliche ärztliche Untersuchungen verlangen, legen andere die Grenze bei 600 000 Franken fest. Es kann sich also lohnen, verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen, insbesondere bei einer angestrebten Versicherungssumme im sechsstelligen Bereich.
Unser Fazit
Aktuell findet sich unter den derzeit angebotenen Versicherungen kein Tarif, der gänzlich ohne Gesundheitsfragen auskommt. Dennoch sollten Interessierte die Anfrage bei der Versicherung nicht scheuen, denn oftmals wird die Gesundheit weniger streng geprüft als angenommen. Keine Versicherung erwartet, dass man sich nur bei bester Gesundheit für einen Tarif interessiert. Ein durchschnittlicher, dem eigenen Alter entsprechender Zustand reicht in der Regel völlig aus, um von der Versicherung ein vernünftiges Angebot zu erhalten.
Bei der Auswahl der passenden Todesfallversicherung sollten Sie deshalb alle Gesundheitsfragen ehrlich beantworten und sich im Anschluss Zeit nehmen, um die Angebote der Versicherer miteinander zu vergleichen. So finden Sie einen Tarif, der genau zu Ihren Bedürfnissen passt und Ihren Geldbeutel so wenig wie möglich belastet.
Weitere Links und Quellen zu diesem Beitrag
- www.handelszeitung.ch – Todesfall-Versicherung: wie vergleichen?
Ähnliche Beiträge aus unserem Ratgeber
Welche Versicherer in der Schweiz sind besonders nachhaltig?
Bei der Wahl einer Versicherung sollte nicht nur der Preis eine Rolle spielen. Auch weitere Faktoren sollten in die Auswahl miteinbezogen werden – ega...
AHV-Reform: Was ab jetzt gilt
Im September 2022 hat die Schweizer Bevölkerung dafür gestimmt, dass Frauen im gleichen Alter wie Männer in Rente gehen, nämlich mit 65 Jahren. Dies h...
Wohneigentum mit Säule 3a: Darauf müssen Sie achten
Neben der klassischen Altersvorsorge über die Bildung von Kapital gibt es auch weitere Möglichkeiten, um mit Säule 3a für die Zukunft vorzusorgen. Ein...
Unverheiratete Paare: Die richtige Vorsorge im Konkubinat
In der Schweiz gibt es viele Möglichkeiten zur privaten Vorsorge, doch nicht alle sind für jeden gleichermassen geeignet. Besonders unverheiratete Paa...