Wer sich rundum absichern will und dabei alle Möglichkeiten im Blick hat, kommt um eine Lebensversicherung gegen Erwerbsunfähigkeit nicht herum. Diese Versicherung sorgt nämlich dafür, dass Ihr Einkommen auch dann stabil bleibt, wenn Sie infolge einer Krankheit oder eines Unfalls dauerhaft nicht mehr arbeiten können. Mit regelmässigen Zahlungen können Sie die Zahlungen der IV aufbessern und so Ihren gewohnten Lebensstil auch bei Erwerbsunfähigkeit beibehalten.
Die Kosten für eine solche Versicherung können allerdings höchst unterschiedlich ausfallen. Wir haben für Sie zusammengefasst, mit welchen Kosten Sie mindestens rechnen müssen und welche Faktoren Einfluss auf die Höhe der Prämie haben.
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Lebensversicherung für Erwerbsunfähigkeit: Günstig ist selten gut
Einige Versicherer werben damit, eine Lebensversicherung für Erwerbsunfähigkeit bereits für wenige Franken im Monat anzubieten, mitunter werden einstellige Beträge genannt. Zwar gibt es diese Möglichkeit tatsächlich, allerdings sollten Sie sich dabei darüber im Klaren sein, dass auch die Auszahlung bei einem solchen Tarif äusserst gering ausfällt. Ein solcher Tarif ist deshalb in der Regel nicht zu empfehlen, es sei denn, Sie möchten nur eine sehr geringe Lücke schliessen und benötigen im Falle einer Erwerbsunfähigkeit lediglich ein zusätzliches Taschengeld.
Diese Faktoren beeinflussen die Kosten einer Lebensversicherung
Um zu berechnen, wie viel Sie für die Prämie der Lebensversicherung bezahlen werden, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden.
Höhe der Erwerbsunfähigkeits-Rente
Ein wichtiger Punkt bei der Berechnung der Prämienhöhe ist natürlich der Betrag, der Ihnen als Rente im Fall der Erwerbsunfähigkeit ausgezahlt werden soll. Um diesen realistisch zu berechnen, sollten Sie die Höhe der gesetzlichen IV-Leistungen mit Ihrem aktuellen Einkommen vergleichen – die Lücke zwischen beiden Beträgen sollte die Summe sein, die durch eine private Rente abgedeckt wird. So vermeiden Sie Engpässe und können auch als erwerbsunfähige Person Ihren gewohnten Lebensstandard halten. Je höher die Auszahlungen der Lebensversicherung ausfallen sollen, desto höher fällt die zu zahlende Prämie aus.
Alter der versicherten Person
Ebenfalls Einfluss auf die Kosten der Versicherung hat das Alter der versicherten Person. Dabei sind vor allem zwei Dinge wichtig: Zum einen ist das Risiko für eine jüngere Person, dauerhaft erwerbsunfähig zu werden, deutlich geringer. Krankheiten treten deutlich seltener auf als bei älteren Personen und eine vollständige Rehabilitation ist auch nach Unfällen wahrscheinlicher. Zum anderen ist die Phase der Einzahlung bei jüngeren Personen länger, da eine Versicherung für Erwerbsunfähigkeit meist mit dem Eintritt in den Ruhestand endet. Dadurch kann die Versicherung die einzelnen Prämien für junge Menschen günstiger anbieten als bei Personen, die nur wenige Jahre einzahlen.
Sowohl der gute Gesundheitszustand als auch die lange Einzahlungsdauer führen dazu, dass die Prämien für junge Menschen deutlich günstiger ausfallen als im fortgeschrittenen Alter. Gleichzeitig ist der Eintritt einer Erwerbsunfähigkeit in jungen Jahren oft besonders bitter und macht finanzielle Unterstützung nötig. So lohnt es sich doppelt, eine Versicherung für Erwerbsunfähigkeit früh abzuschliessen: Die Prämien sind günstig und Sie sind bereits in jungen Jahren bestens abgesichert!
Berechnung des individuellen Risikos
Für die Versicherung ist neben Ihrem Alter und der gewünschten Versicherungssumme auch das individuelle Risiko einer Person entscheidend, wenn es um die Berechnung der Prämienhöhe geht. Zu diesem Risiko zählen die beruflichen Tätigkeiten einer Person, die privaten Beschäftigungen und auch der Lebensstil. Üben Sie zum Beispiel eine gefährliche Tätigkeit mit hohem Unfallrisiko aus, etwa auf einer Baustelle oder in einem Chemiewerk, müssen Sie höhere Beiträge zahlen als Versicherte, die im Büro arbeiten.
Gleiches gilt für die Ausübung bestimmter Sportarten, die ein erhöhtes Risiko für Unfälle mit sich bringen. Ebenfalls Einfluss hat Ihr Lebensstil, der vor dem Abschluss der Versicherung mittels Gesundheitsfragen oder ärztlicher Untersuchung überprüft wird. Je ungesünder Sie leben, desto mehr müssen Sie für die Versicherung zahlen: Die höchsten Beiträge zahlen zum Beispiel Raucher, aber auch stark übergewichtige Personen müssen tiefer in die Tasche greifen.
Übrigens: Wer beim Abschluss der Versicherung bestimmte Dinge verschweigt, läuft Gefahr, im Schadensfall keine Zahlungen zu erhalten, selbst wenn die verschwiegenen Informationen nicht mit dem eingetretenen Fall in Verbindung stehen. Beantworten Sie deshalb unbedingt alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäss, auch wenn dies Einfluss auf die Höhe der Prämie hat.
Unser Fazit
Möchten Sie sich und Ihre Familie gegen Erwerbsunfähigkeit absichern, sollten Sie nicht vorrangig auf die Kosten der Versicherung schauen. Wichtig ist vor allem, dass die Versicherung Ihnen im Schadensfall ausreichende Summen zur Verfügung stellt und die Lücke zwischen bisherigem Einkommen und der gesetzlichen IV-Zahlung schliesst. Erst, wenn Sie alle Faktoren in die Berechnung miteinbeziehen, können Sie die verschiedenen Tarife vergleichen, um den passenden Schutz zu finden.
Dabei unterstützt Sie unser individueller Vergleich der Lebensversicherungen, der alle wichtigen Fakten zu den Tarifen bietet, für die Sie sich interessieren. Sichern Sie sich und Ihre Familie bestmöglich ab und fordern Sie jetzt Ihren persönlichen Versicherungsvergleich an!
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Weitere Links und Quellen zu diesem Beitrag
- www.nzz.ch – Erwerbsausfallversicherung: Prämienvergleiche lohnen sich
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